Sonntag, 28. Februar 2016

Wenn du meinst

Wenn du meinst dir im Leben
nur die Rosinen rauszudrücken,
so bleibt am Ende eben
ein Leben voller Lücken.

Sonntag, 14. Februar 2016

In meinem Bauch [zum Valentinstag]

In meinem Bauch da summen Bienen
Bringst mich zum Atmen wie die Kiemen
Eines Fische auf den Riemen
Eines Bootes auf den Malediven
Wenn die letzten Sonnenstrahlen schienen,
denn ich mag dich so
wie die Bilder auf den Schienen
Ich möchte ihnen dienen
Sie kutschieren in den besten Limousinen
muss mir nur noch was verdienen
Möchte mit dir sinnieren,
bin am kapieren wenn ich dich seh
Und am krepieren wenn ich geh.
Ich steh
auf dich




Dieses Gedicht findet man auch in meinem ersten Sammelband.

Samstag, 6. Februar 2016

Schlaf gut

Schlaf gut,
auch wenn
ich selber kein Auge zukriege
in Gedanken liege
ich an deiner Seite, denn
du bist mein erster Gedanke,
wenn ich ein Liebeslied im Radio höre
Nicht umsonst steckt ein "Danke"
in Gedanken,
denn sie helfen mir
wieder Kraft zu tanken
wenn alle Gedanken wanken
sich die Freude senkt wie Schranken.
Dann bist du hier
bei mir
oder ich bin bei dir
halte dich in meinen Armen,
fühle deinen warmen
Körper neben mir,
wie er sich hebt und senkt
und den Gedanken wie er denkt,
und der Dank,
dass du mir warst geschenkt.
So mögest du immer so friedlich
und zufrieden sein,
wie jetzt wenn deine Augen niedlich
verschlossen und klein
den Pfad der Träume gehen,
Schlaf gut
bis wir uns mal wieder sehen.

Sonntag, 31. Januar 2016

Das Größte

Unbegrenzt schien ihm der Horizont.
Weite Felder, grüne Wälder,

nichts was einen jemals stoppen konnte.
Soweit laufen können wie einem die Beine tragen.
So stellte er sich die Welt vor.
Jung war er,
am Beginn von allem,
die Zeit verging nicht,
er teilte sie mit allem
was ihn faszinierte,
mochte es noch so unbedeutend erscheinen.
Alle schönen Träume waren die seinen.
Und dann lebte er sie:

Er stellte sich vor
und nahm sich zurück.
Ihn traf das Pech und er griff nach dem Glück.
Er wurde frech, doch begriff Stück für Stück.
Er fiel zu Boden und schwebte zu den Sternen,
glitt höher, fiel tiefer, viel tiefer zu fernen
Reichen, doch auch viel höher zu den Reichen,
und schönen,
den Scheichen
deren Söhnen,
ließ sich im Winde des Erfolges fönen.
100.000 im Jahr, dann wieder Läuse im Haar.
Auf den Dächern
dann wieder unter Brücken,
in allen gesellschaftlichen Fächern
schien er sich zu überbrücken.
Er war wie Ikarus und Sisyphos.
Wie Micky Maus und Santa Clause.
Beliebt und bekannt,
dann wieder versiebt und verrant.
Er war König der Welt,
und Sklave und Held,
Märtyrer, Schwertführer,
Insasse und Direktor, ein Mann, ein Gerippe,
richtungsweisend wie ein Vektor,
mal das Kartenhaus und mal der Wind,

doch im Herzen blieb er immer ein Kind.
Das alles träumte er
mochten es auch nur Visionen sein,
es füllte ihn aus, machte ihn rein.
Mochte er auch von vielem nicht viel zu verstehen,
vermochte er stets das schöne zu sehen.

Und eines Tages war er frei.
Man ließ ihn ziehen, schüttelte ihn ab wie ein Geweih,
im Frühjahr, so ging er wie früher,
doch diesmal kam er nicht mehr heim.
Er war erwachsen und allein.
Fortan hieß es strebsam sein,
fernab aller kindlicher Spielerein.
Ein geordnetes Leben galt es zu führen,
man öffnete ihm,
doch verschloss im Grunde die richtigen Türen.
Die kleinen unscheinbaren,
die einzig noch im reinen waren.
Stadtdessen folgte er schnurstracks dem schnurgeraden Pfad,
für ihn bestimmt erntete er seine Saat.
Wurde älter und größer,
führte ein zufriedenes Leben,
nur eines konnte ihm niemand wieder mehr geben.
Das Gefühl fokussiert zu sein auf einen winzigen Stein.
Eine Schnecke, einen Ball, alldas war ihm nun fremd.
Er kennt nun die Kinder wie so mancher sie kennt,

erkennt was sie tun, doch bleiben im fremd.
Er vermisst was er hatte, die Unbeschwertheit,
geht manchmal einsam schaukeln,
weil dann etwas bleibt.
So schaukelt er auch heute,
in Krawatte und Hemd,
ist für einen kurzen Moment,
wieder der kleine Junge,
der das Ende nicht kennt.



Diesen Text findet man auch in meinem ersten Sammelband.
 

Zurückkommen

Zurückkommen
auf eine Seite, welche man länger nicht aufgerufen.
Das Leben kam und man nahm seine Stufen,
drauf bedacht nicht zu stürzen und zu fallen.
So war es in allen
letzten Monaten, wo ich nichts schrieb
und auf diesem Blog nichts als alte Texte blieb.

Doch nun bin ich ermutigt,
von vielerlei Lob und Motivation,
ich teile mit euch jetzt wieder öfter Gedichte und Gedanken
Siehe: Der erste folgt bald schon.

Dienstag, 31. März 2015

Begegnung am Abend

He sie!
Ja sie!
Wo kommen sie her?
Wo wollen sie hin?
Was haben sie im Sinn?
Mögen sie meine Frau?
Sehr?
Sie Sau!
Sie schauen doch genau!
Ich hau!
Sie grün und blau!


Dieses Gedicht findet man auch in meinem ersten Sammelband.
 

Sonntag, 15. März 2015

vergänglich


Und das Leben zieht vorbei,
Tag für Tag reist es weiter

Und wir mit ihm.

Das einzige was bleibt sind Erinnerungen. Flüchtige Blitzlichter unserer Existenz. Abgespeichert ihn einem biologischen Gebilde, dem Tode verfallen. Der Inbegriff der Sterblichkeit, vergänglich wie eine Blume wenn der Herbst naht. Ein kurzer Ausflug auf den Spielplatz. Einmal rutschen, einmal schaukeln, ein Mal klettern und dann wieder gehen. Ein kurzer Blick zurück und nachhause, das Essen wartet. Sich nicht verlieren in Kleinigkeiten, in Beliebigkeiten und Zufällen. Wir haben doch nur eine Zeit, in der wir Leben können.

Lebendig aufstehen und die Uhr anhalten. Einfach so. Die Batterien rausnehmen und die Uhr bleibt stehen. Aber innerlich läuft sie weiter. Tick Tack Tick Tack

Und irgendwann steckst du die Batterien wieder rein weil du es nicht ertragen kannst. Diese Stille. Deinen eigenen Herzschlag zu hören, das Symbol deines Ablebens. Eine Zeitbombe. Tick Tack Tick Tack. Und irgendwann gehst du hoch. Und es zerreißt dich innerlich, als würde etwas tief verborgen langsam wachsen und sich ausbreiten. Stück für Stück, Tag für Tag. Du spürst wie es sich langsam ausbreitet. Sich auf deine Lunge setzt, dir die Kehle zuschnürt. Schreien bringt nichts. Den Tod kann man nicht hören. Ebenso wenig wie er dich hört. Er kommt einfach und das unablässige Pumpen in deiner Brust erinnert dich daran, dass er dich nicht vergessen hat.



Tick Tack Tick Tack



Und das Leben zieht vorbei,

Tag für Tag reist es weiter

Und wir mit ihm.

Solange bis es beendet wird. Und solange sitzen wir hier, in einer endlosen Spirale aus hoffen und enttäuscht werden und in uns tickt es.

Unaufhörlich.


Diesen Text findet man auch in meinem ersten Sammelband.